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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard
BO2 – "Schulcurricula fächerübergreifende Berufsorientierung"


Fächerübergreifende Berufsorientierung an der Karl-Krolopper-Schule in Kelsterbach

Die Karl-Krolopper-Schule ist als Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen zuständig für die allgemeinbildenden Schulen in Kelsterbach und Raunheim. Das Unterrichtsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler vom 1. bis zum 9. (10.) Schulbesuchsjahr. Der Unterricht basiert auf eigenen Lehrplänen, die Inhalte orientieren sich an dem der Regelschulen dieser Schulform. Die Schülerinnen und Schüler werden in kleinen Klassen und Lerngruppen individualisierend und differenzierend gefördert.

Die Karl-Krolopper-Schule führt zum berufsorientierten Abschluss der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. In Kooperation mit der IGS Kelsterbach und der Anne-Frank-Schule Raunheim kann auch der Hauptschulabschluss (SchuB-Klassen) erworben werden

Schwerpunkt des schulischen Angebotes ist die Berufsorientierung. Über Praktika und Projekte lernen die Jugendlichen die Arbeitswelt kennen und bereiten sich so auf die nachschulischen Anschlüsse und Möglichkeiten vor.

Neben schulischen Inhalten steht die Förderung und Stärkung der Persönlichkeit und der Aufbau der sog. Schlüsselqualifikationen im Vordergrund. Die Schule verfügt über die Möglichkeit einer sozialpädagogischen Betreuung.

Durch das Angebot der Praxisklassen beteiligt sich die Schule seit dem Schuljahr 2008/2009 an der von der Europäischen Union geförderten SchuB-Maßnahme (Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb).

"Keiner soll die Schule ohne Perspektive verlassen"

Berufsorientierung ist eine zentrale Aufgabe im Unterricht der Karl-Krolopper-Schule. Sie hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler auf das Leben nach der Schule vorzubereiten. Jeder soll wissen, wie es für ihn weiter geht und auf die kommenden, nachschulischen Anforderungen vorbereitet sein. "Keiner soll die Schule ohne Perspektive verlassen" lautet das Motto und Leitziel im Schulprogramm der Schule. Weitere wichtige Grundsätze sind im Berufsorientierungskonzept der Schule abgelegt.

Elemente der Berufsorientierung spielen in jedem Unterricht eine Rolle, eine wichtige Funktion haben darüber hinaus das Fach Arbeitslehre, die Praktika im Betrieb und die berufsbezogene Projekarbeit. Die Schülerinnen und Schüler erkunden die Betriebe in der Region, nehmen an Schnuppertagen teil, besuchen Berufmessen und besichtigen überbetriebliche Einrichtungen.

Sehr eng arbeitet die Schule mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit zusammen. Die zuständigen Berufsberater bieten zweimal pro Schuljahr einen Beratungstermin für Jugendliche und Eltern in der KKS an, an dem auch die Klassenlehrerinnen und der Schul-Sozialpädagoge teilnehmen. So ist sicher gestellt, dass die Termine und Vorschläge der Arbeitsagentur mit den Maßnahmen der Schule abgestimmt werden. Im Einzelfall können die Jugendlichen auch bei Terminen in der Agentur begleitet werden.

Bausteine des Berufsorientierten Unterrichts an der KKS

Baustein 1: Kompetenzfeststellung, Förderplanung und Coaching

  • Feststellung fachpraktischer, berufsbezogener Kompetenzen (HAMET) in Zusammenarbeit mit der VHS Rüsselsheim

  • Eignungszertifikate nach Teilnahme an schulischen und außerschulischen Betriebspratika, Trainings und Berufscamps

  • regelmäßige Termine mit Schüler/innen, Eltern und Lehrkräften an denen gemeinsam Absprachen zu Förderzielen, -schwerpunkten und –maßnahmen getroffen werden

  • Beratung durch die Projektstelle Übergang der Stadt Kelsterbach

  • Nachbetreuung ehemaliger Schülerinnen in Berufsvorbereitung und Ausbildung

  • Ehrenamtliche Patenschaften durch den Verein „Kleeblatt“, Kelsterbach

 

Baustein 2: Betriebliches Lernen und berufsbezogene Projektarbeit

  • Projekt "Hand-Werk-Lernen in der Schule", eine Maßnahme zur vertieften Berufsorientierung, kofinanziert durch die Agentur für Arbeit

  • fachpraktische und berufsbezogene Inhalte in Arbeitslehre und Wahlpflichtunterricht

  • Schülerfirmen (Simulation betrieblicher Strukturen): Firma Pausenkönige (Catering und Schulkiosk) und Firma Materialverkauf

  • Betriebliche Praktika: Schnuppertage, Blockpraktika und Praxistage

  • Herbstcamp der Handwerkskammer Rhein-Main

  • Programm Bildungsketten (vertiefte Berufsorientierung), durchgeführt vom Ausbildungsverbund Metall, Rüsselsheim und dem Berufsbildungswerk Südhessen, Karben

 

Baustein 3: lebensweltorientierter Unterricht: Training von Sozialkompetenzen und Schlüsselqualifikationen

  • Bewerbungstraining durch außerschulische Experten

  • Trainingscamps zur Verbesserung der Sozialkompetenz mit dem bsj Marburg

  • "My finance coach": Training zur Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Geld

  • "pep" (Präventionsprogramm für expressives Problemeverhalten): Training von Sozialkompetenz und Schlüsselqualifikationen im wöchentlichen Unterricht aller Klassen (kofinanziert durch die AOK)

 

Baustein 4: Dokumentation und Portfolioarbeit

  • Praktikumsberichte als Vorbereitung für die Arbeit mit dem Ausbildungsheft

  • Arbeit mit dem Berufewegeplanungsordner (Schritt-für-Schritt)

  • Bewerbungsmappen mit Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben

Quelle: Schulwebsite der Karl-Krolopper-Schule, www.kks-kelsterbach.de (Zugriff am 30.07.2012)

Weiterführende Informationen

Beruforientierungskonzept der Karl-Krolopper-Schule: http://web51.sit-mainz.info/starnet/media/Schule/Konzept_02-10.pdf (PDF 57KB)

Kontakt

Karl-Krolopper-Schule
Potsdamer Weg 4-6
65451 Kelsterbach
Tel.: 06107 / 98689-10 (Sekretariat Öffnungszeiten Mo-Mi, Fr 08.00h-12.30h)
Fax: 06107 / 98689-13
E-Mail: info@kks-kelsterbach.de

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