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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "AK1 - Abstimmung der Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen"


Projekt "Partnerschaft Schule und Betrieb" der Lernenden Region Hersfeld-Rotenburg / Werra-Meißner

Das Projekt "Partnerschaft Schule und Betrieb" war eines der ersten Praxisbeispiele, das im Rahmen von OloV als beispielgebend für die regionale Gestaltung des Übergangs Schule - Beruf dargestellt wurde. Das Projekt war im Rahmen von "Grenzüberschreitendes Lernen – Lernende Regionen Hersfeld-Rotenburg / Werra Meißner" entwickelt worden. Projektträger waren die Industrie- und Handelskammer Kassel, Servicezentrum Werra–Meißner sowie das Staatliche Schulamt in Eschwege. Alle Projekte im Programm Lernende Regionen orientierten sich am Grundsatz der Nachhaltigkeit und waren so konzipiert, dass sie nach Abschluss der Förderung weitergeführt werden konnten.

In der Erstauflage der Broschüre OloV-Qualitätsstandards wurde das Projekt wie folgt vorgestellt:

"Kernziel ist eine Verbesserung der Kooperation zwischen Betrieben und Schulen. Angestrebt wird eine Intensivierung des wechselseitigen Informationsaustausches über die Belange und Anforderungen der Wirtschaft einerseits und die Informationsbedürfnisse und aktuellen Lernangebote der Schulen andererseits. Perspektivisch wird eine Vernetzung der Partnerschaften miteinander angestrebt.

Es ist offenkundig, dass wissensgestützte Berufe in Zukunft unqualifizierte Jobs verdrängen werden. Eine kluge Wahl und Vorbereitung auf den Ausbildungsberuf ist also angeraten. Außerdem werden Mobilität und Flexibilität und die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen gefordert. Wissen allein nutzt jedoch nicht immer, man muss auch wissen, wie und wo man das erworbene Wissen anwendet. Eine lebendige Partnerschaft zwischen Schulen und Betrieben kann neben den bekannten Schlüsselqualifikationen zu folgenden Kompetenzen führen:

  • mehr Selbständigkeit

  • mehr Bindungsfähigkeit

  • mehr Unternehmungsgeist

  • mehr Verantwortungsbereitschaft.

Was bietet die Partnerschaft?

Die Partnerschaft bietet die Gelegenheit, die Schüler/innen mit den Erwartungen der Betriebe und mit den Anforderungen einzelner, auch neuer Berufe vertraut zu machen. Die Partnerschaften von Schülern und Betrieben tragen dazu bei, Schulprojekte und Schulprogramme zu konturieren und in der Öffentlichkeit wahrnehmbar zu machen. Betriebe dokumentieren ihr dauerhaftes Interesse an der Entwicklung der Schulen. Selbstverständlich kann sich jede Partnerschaft ihre individuelle Ausgestaltung erarbeiten und entwickeln.


Es gibt verschiedene Ziele in den bisher bestehenden Partnerschaften. Die wichtigsten sind:

  • Verbesserung des Informationsstandes

  • Entwicklung von handlungsorientierten Projekten

  • Verbindung von Theorie und Praxis

  • Erarbeitung von koordinierten Arbeitsplänen


Methoden und Aktivitäten in diesem Bereich sind:

  • Zielgerichtete Betriebserkundungen

  • Vorstellung verschiedener Berufsbilder

  • Tage der offenen Tür, Ausstellungen, Informationsbörsen ...

  • Vorbereitete, begleitete und ausgewertete Praktika

  • Betriebsbezogene Unterrichtseinheiten und -projekte

  • Referate

  • Planspiele

  • Expertenaustausch etc.


Im Kontext der Lernenden Regionen ergeben sich zwei Schwerpunktziele:

  • Nach einer umfassenden Analyse aller Aktivitäten im Werra-Meißner-Kreis, die den Austausch und die Verknüpfung von Schule und Unternehmen zum Ziel haben, sollen bestehende Partnerschaften ggf. reaktiviert und neue Partnerschaften entwickelt werden.

  • Erweiterung des Netzwerkes aus Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben auf den Landkreis Hersfeld-Rotenburg.


Um beide Ziele zu erreichen, ist eine Bestandsaufnahme, Analyse und Evaluation des bisher Erreichten nötig. Mögliche Mittel und Methoden hierfür sind:

  • systematische Befragung (Fragebogen)

  • mediengestützte Dokumentationen einzelner Beispiele.


Durch öffentlichkeitswirksame Darstellung und gezielten adressatenbezogenen Einsatz lassen sich sowohl Transfer als auch Innovation von Partnerschaften gezielt in die Wege leiten. Die Lernenden Regionen bieten hierzu die notwendigen infrastrukturellen wie auch finanziellen Impulse."

Aufnahmedatum: 01.07.2008 | letzte Aktualisierung: 12.02.2018

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