Zum Inhalt springen Menü Menü

Sie sind hier:

Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard
BO9 - "Beteiligung der Erziehungsberechtigten am Berufsorientierungs-Prozess"


Workshops zur Elternaktivierung im Lahn-Dill-Kreis

Auf vielen Fortbildungen im Rahmen von OloV stellte sich immer wieder heraus, dass ohne die Eltern nichts läuft. Hieraus ergab sich die Fragestellung, ob es Möglichkeiten gibt, die Eltern ins Boot der Berufsorientierung oder zumindest ins Boot der Schule zu holen.

In diesem Zusammenhang fand eine erste Lehrer-Fortbildung am 9. und 10.3.2010 unter dem Titel "Elternkooperation zur Unterstützung des BO-Prozesses" statt. Die Erfahrungen aus dieser Veranstaltung brachten die ersten Anregungen mit, den Weg der Elternkooperation weiter zu beschreiten.

Ideen zur Weiterführung ergaben sich aus der Auswertung der Veranstaltung unter den folgenden Fragestellungen:

  • Wo und wie kann Elternarbeit optimiert werden?

  • Was sind die nächsten Schritte?

  • Wie kann OloV dabei unterstützen?

Die Ergebnisse der Auswertung führten deutlich vor Augen, dass es nicht ausreicht, Eltern als Referentinnen und Referenten einzuladen, sondern dass diese fester Bestandteil von Veranstaltungen sein müssen – nicht zuletzt, um den Stellenwert der Eltern in OloV zu verdeutlichen.

Daher wurden im Rahmen der Umsetzung der Zielvereinbarungen zu den OloV-Qualitätsstandards MV4 und BO9 zusammen mit Herrn Krüger vom Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. (IBBW) in Göttingen, der auch die o.g. Fortbildung leitete, zwei Workshops geplant und organisiert. Diese waren so angelegt, dass sie in relativ kleinen Gruppen und mit Referentinnen und Referenten aus vielen Kooperationsbereichen neue Ideen aufzeigen bzw. erarbeiten konnten.

Als Referentinnen und Referenten sowie teilweise auch als Mitstreiter/innen in den Workshops aktiv waren Mürvet Öztürk (MdL), Bülent Ersoy (Interkultureller Trainer), Mehmet Cetingök (Verein für Kultur und Bildung), Dr. Gerd Hackenberg (IHK Lahn-Dill) sowie Vertreter/innen von Lahn-Dill-Arbeit, Agentur für Arbeit und QuABB (Qualifizierte Berufspädagogische Ausbildungsbegleitung). Weiterhin waren 17 Schulkoordinationen - zuständig für 26 Schulen - beteiligt, mehrere Mitglieder der Schulleitung, sozialpädagische Fachkräfte und immerhin elf Elternvertretungen der Schulen.

Das Ergebnis war unter anderem: Nicht nur "drüber sprechen", sondern auch "was machen"!

Weiteres Vorgehen: Momentan sind vier Seminare in Planung, wobei sich das erste an Eltern wendet, das zweite an Lehrkräfte, das dritte an Unternehmen und andere Kooperationspartner. Im vierten Seminar sollen die Ergebnisse zusammengeführt und konkrete Kooperationen beschlossen und durchgeführt werden. Ziel ist dabei immer die Einbindung der Eltern in den Berufsorientierungs-Prozess.

Für 2012 ist geplant, die "Migrationseltern" vermehrt zu beteiligen - auch dies ist Bestandteil der Zielvereinbarung für den OloV-Qualitätsstandard BO9. Anlass waren die Ausführungen von Herrn Ersoy und Herrn Cetingök, die nicht nur gute Ideen aufzeigten, sondern auch ihre weitere Beteiligung zusicherten.

Weiterführende Informationen

Fotodokumentation des Workshop am 21.02.2011 in Herborn (PDF, 992.6 KB): Eltern für die Berufsorientierung ihrer Kinder aktivieren - Erfahrungen, Qualitätskriterien und Kooperationsmodelle

Fotodokumentation des Workshop am 22.02.2011 in Braunfels (PDF, 809.8 KB): Eltern für die Berufsorientierung ihrer Kinder aktivieren - Erfahrungen, Qualitätskriterien und Kooperationsmodelle

Kontakt

Dieser Text sowie die Dokumentationen der Workshops wurden zur Verfügung gestellt durch Peter Michael Reeh, Konrektor der Johann-von-Nassau-Schule Dillenburg und OloV-Ansprechpartner für Berufsorientierung beim Staatlichen Schulamt für den Lahn-Dill-Kreis
und den Landkreis Limburg-Weilburg
.

Zurück zum Seitenanfang