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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "BO2 - Schulcurricula fächerübergreifende Berufsorientierung"


Berufsorientierungskonzept der Johann-von-Nassau-Schule Dillenburg

Die Johann-von-Nassau-Schule in Dillenburg ist eine Haupt- und Realschule, in der ab Jahrgangsstufe 5 Klassen der Hauptschule und der Realschule geführt werden. Das hier vorgestellte Praxisbeispiel zeigt exemplarisch den Prozess der Entwicklung eines Schulcurriculums zur Berufsorientierung. Die Darstellung gibt den Entwicklungsstand im September 2010 wieder. Aktuelle Informationen enthält die unten angegebene Schulhomepage.

Im Rahmen von OloV laufen eine Reihe von Projekten zur Berufsorientierung:

  • So können 12 Schüler/innen der Klasse H8 im Arbeitslehreunterricht die Ausbildungswerkstatt von ThyssenKrupp (Lernwerkstatt Metall) nutzen.

  • Im zweiten Halbjahr schließt sich dann in den Klassen H8 die Systematische Berufsorientierung (SBO) an, in der die Schüler/innen zwei von fünf Berufsfeldern an den gewerblichen Schulen Dillenburg kennen lernen (Metall, Elektro, Ernährung, KFZ, Holz).

  • In Klasse 9 folgt dann das Jahrespraktikum.

Diese und weitere Projekte sind eingebettet in das Berufsorientierungskonzept der Schule und bilden einen stimmig aufeinander aufbauenden Ablauf der Berufsorientierung in der Hauptschule.

Das Konzept beinhaltet u.a. Betriebspraktika sowie die im Rahmen von OloV etablierte Zusammenarbeit mit den Gewerblichen Schulen Dillenburg.

Schulinterne BO-Veranstaltung

So fand an der Johann-von-Nassau-Schule am 17.5.2010 eine Berufsorientierungs-Veranstaltung für den Jahrgang 8 der Hauptschule und Jahrgang 9 der Realschule statt. Sie war die Fortsetzung einer Veranstaltung ähnlicher Art aus dem Vorjahr und ist eingebettet in das Schulcurriculum Berufsorientierung, das im Rahmen von OloV zu erstellen ist.

Fast 60 Hauptschüler und ca. 90 Realschüler konnten sich in einen von 4 Vorträgen einwählen, die von Mitarbeitern der Firmen ThyssenKrupp, Isabellenhütte und Eisenberger durchgeführt wurden. Inhalte waren die Berufsbilder Verfahrensmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in und Industriekaufmann/-frau sowie die Anforderungen bezüglich Praktikum und Ausbildung.

Ein spezielles Angebot kam von der IHK Lahn-Dill in Verbindung mit der Agentur für Arbeit. Hier setzten sich die Schüler/innen mit den nach wie vor vorhandenen Rollenbildern der Berufe auseinander, um ihre spätere Berufswahl nach Neigung und nicht nach Geschlecht durchzuführen. In allen Vorträgen wurde das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt, sich auf den Prozess der Berufsorientierung einzulassen. Die Referentinnen und Referenten trafen ihrerseits immer den richtigen Ton und trugen damit zu einer lebendigen Veranstaltung bei.

Alle Referent/inn/en sprachen in einer ersten Feedbackrunde von einer gelungenen Veranstaltung, bei der besonders das positive Verhalten und die gute Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler hervorgehoben wurden. Konrektor Peter Reeh, Organisator der Veranstaltung, freut sich aufgrund der positiven Rückmeldung auf eine ähnlich geartete Veranstaltung – eventuell sogar in größerem Rahmen – im nächsten Schuljahr, da auch andere Firmen schon ihr Interesse bekundet haben. Entstehen könnte somit eine kleine schulinterne Berufsmesse im Rahmen der Qualitätsstandards von OloV.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Aufnahmedatum: 09.09.2010 | letzte Aktualisierung: 21.02.2018

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