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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard
BO2- "Schulcurricula fächerübergreifende Berufsorientierung"


Kontinuierliche Weiterentwicklung der Berufsorientierung an der Anne-Frank-Schule Gersfeld

Ein Schulcurriculum zur fächerübergreifenden Berufsorientierung (BO) ist kein starres Konstrukt, sondern unterliegt einem ständigen Entwicklungsprozess. Daher befindet sich auch das Kollegium der Anne-Frank-Schule Gersfeld, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und regionales Beratungs- und Förderzentrum, stets in der Weiterentwicklung und Umschreibung der einzelnen Bausteine des BO-Curriculums. Im Sommer/Herbst 2012 hat die Schule ihr Curriculum grundlegend überarbeitet.

Der Schulleiter berichtet von dem Prozess:
"Dieser Prozess wird von unterschiedlichsten Faktoren bestimmt, wie z. B. von den sich wandelnden Interessen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler, den Angeboten aus der Wirtschaft, den Möglichkeiten der Betriebe. Dabei haben wir einen Wandel beobachtet: Während früher noch Angebote zur Berufsorientierung gesucht werden mussten, ist es aktuell notwendig geworden, die wichtigsten Bausteine aus einem großen Angebot auszuwählen. Aus dem breiten Angebot ergibt sich zudem, dass einzelne Elemente festen Zeitpunkten im Berufsorientierungsprozess zugeordnet werden.

Bei der Weiterentwicklung wurden zunächst die grundlegenden und zentralen Merkmale des Curriculums festgehalten, z. B. das fächerübergreifende und projektorientierte Arbeiten zu Themen der Berufsorientierung von der Grundstufe bis zur Berufsorientierungsstufe. Dabei wird der Prozess in der Berufsorientierungsstufe durchgehend von der Elternarbeit, der Dokumentation im Berufswahlpass und dem ständigen Austausch mit der Arbeitsagentur Fulda begleitet.

In einem nächsten Schritt wurden die festen BO-Bausteine der Anne-Frank-Schule eingeplant:

  • Durchführen von Schnuppertagen in der Klasse 7
  • Absolvieren zweier Blockpraktika pro Schuljahr ab der Klasse 8
  • Kontinuierliche Praxistage ab der Klasse 9
  • Umsetzung geeigneter Kompetenzfeststellungsverfahren
  • Anlegen eines Lebensordners
  • Durchführen eines ÖPNV-Trainings
  • Nachbetreuung der abgehenden Schülerinnen und Schüler

Abschließend werden dann die wechselnden Angebote in das Curriculum aufgenommen, wie z. B.:

  • Betriebliche Simulationen
  • Tag des Handwerks bzw. Tag der Ausbildung
  • Bildungsmesse Fulda
  • Aktionswoche Ausbildung
  • Förderschulprojekt in der Lehrbauhalle.


Somit entsteht in dem ständigen Veränderungsprozess ein aussagekräftiges Schulcurriculum, das die Schülerinnen und Schüler in ihrem Berufsorientierungsprozess aktiv begleitet und eine optimierte Berufsvorbereitung ermöglicht. Das Curriculum liefert zudem die grundlegenden Bausteine zur Bewertung der Berufsorientierung im Rahmen des Berufsorientierten Abschlusses an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen."

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