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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard
MV9 – "Regionaler Bericht zum Übergang Schule-Beruf"


Schulabgangsbefragung im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Daten zur Zahl der Schulabgänger/innen sowie zu den Neuzugängen und Beständen in der dualen Ausbildung und in weiterführenden Schulen wurden im Landkreis Darmstadt-Dieburg schon seit längerem erfasst. Es gab jedoch noch keine Daten zum Stand der Berufsorientierung und -vorbereitung der Schülerinnen und Schüler. Auch wie sie sich auf den Einstieg ins Berufsleben vorbereiten und welche subjektiven Wünsche und Bedarfe sie haben, wurde in den Statistiken bisher nicht dargestellt. Diese Fragen werden nun in der Schulabgangsbefragung aufgegriffen. Federführend für die Konzeption und Durchführung war das Regionale Übergangsmanagement, das am Standort Darmstadt-Dieburg als einzigem hessischen Modellstandort nach 2012 weitergeführt wird.

Die Befragung der Schulabgängerinnen und Schulabgänger im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde erstmals 2011 durchgeführt. Im Jahr 2012 fand sie bereits zum zweiten Mal erfolgreich statt: Der Rücklauf konnte im Vergleich zu 2011 auf 66 % gesteigert werden. Insgesamt hatten fast 1.500 Jugendliche von Haupt-, Real- und Förderschulzweigen von insgesamt 23 Landkreisschulen teilgenommen. Zudem wurden erstmals auch Schülerinnen und Schüler der Landrat-Gruber-Schule, der einzigen beruflichen Schule im Kreis, in die Befragung miteinbezogen.

Bei der Durchführung 2013 beteiligten sich sogar 1.830 Teilnehmende, so dass der Rücklauf 84% betrug.

Ziele

Das Ziel der jährlichen Befragungen ist es, Aussagen über die subjektive Einschätzung der Jugendlichen zum Übergang Schule - Beruf zu erhalten. Es gilt zu ermitteln, wie gut sich die Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach ihrem Schulbesuch vorbereitet fühlen. Außerdem wollte der Landkreis herausfinden, welche Angebote und Maßnahmen die Jugendlichen kennen und nutzen und insbesondere, welche sie besonders hilfreich finden.

Nutzungsmöglichkeiten

Neben einem der Öffentlichkeit zugänglichen Auswertungsbericht werden allen teilnehmenden Schulen schulbezogene Auswertungen separat übermittelt. Diese können schulintern verwendet werden und geben den Lehrkräften Aufschluss darüber, wie gut ihre Schülerinnen und Schüler auf die Zeit nach dem Schulbesuch vorbereitet sind. Auch ob gegebenenfalls noch Beratungs- und Unterstützungsbedarf besteht (z.B. durch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit), kann hierdurch ermittelt werden.

Auf der Basis der Befragungsergebnisse wurden Handlungsempfehlungen erarbeitet, die gemeinsam mit dem Akteuren in der Region diskutiert und umgesetzt werden.

Insbesondere die folgenden Handlungsbedarfe konnten durch die Befragung ermittelt werden:

  • So stellte sich beispielsweise heraus, dass die duale Ausbildung als Anschlussoption weiter beworben werden sollte.
  • Für zahlreiche Jugendliche sind zusätzliche Fördermaßnahmen zum Erreichen eines Schulabschlusses ratsam.
  • Besonders das Praktikum wird von vielen Jugendlichen als sehr hilfreich eingestuft. Darauf hat das Regionale Übergangsmanagement reagiert und einen Praktikumsflyer für Jugendliche, Betriebe und Lehrkräfte entwickelt.
  • Außerdem zeigte sich, dass insbesondere die Eltern eine wichtige Unterstützungsfunktion im Übergang Schule - Beruf haben. Um Wege zu finden, auch diese Zielgruppe zu informieren, führte das regionale Übergangsmanagement anschließend noch eine umfangreiche Elternbefragung durch.

Weiterführende Informationen

Kontakt

Aufnahmedatum: 06.05.2013, letzte Überprüfung: 28.11.2017

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