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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "AK1 - Abstimmung der Akquise von Ausbildungs- und Praktikumsplätzen"


Kooperationsvereinbarung zur Ausbildungsplatz-Akquise und Vermittlung in Stadt und Landkreis Offenbach

2011 schlossen die Akteure im Übergang Schule - Beruf in Stadt und Landkreis Offenbach eine Kooperationsvereinbarung. Sie entstand im Rahmen von zwei Workshops, die durch die hessenweite OloV-Koordination moderiert wurden. Vertragspartner waren die Agentur für Arbeit Offenbach am Main, die IHK Offenbach am Main, die Kommserve gGmbH (Optierende Kommune Kreis Offenbach), die MainArbeit GmbH (ARGE der Stadt Offenbach und der Bundesagentur für Arbeit) sowie die Handwerkskammer Rhein-Main. In der Vereinbarung wurden auch die Zusammenhänge zwischen Ausbildungsreife, Berufswahlkompetenz und Betriebseignung berücksichtigt.

Mittlerweile hat die Kooperationsvereinbarung ihren Platz in der regionalen Strategie gefunden, ist also nicht mehr als eigenständiges Dokument in Kraft. Wir dokumentieren sie hier als Beispiel einer konkreten Vereinbarung zur Kooperation im Übergang Schule - Beruf und als "historischer Meilenstein" im OloV-Prozess.

Vereinbarung über die Akquise von Ausbildungsplätzen und die Standards der Vermittlung

zwischen

  • Agentur für Arbeit Offenbach am Main

  • IHK Offenbach am Main

  • Kommserve gGmbH

  • MainArbeit GmbH

  • Handwerkskammer Rhein-Main
     

Präambel

Ziel der Vereinbarung ist es, eine zügige und passgenauere Vermittlung von Ausbildungsplätzen zu erreichen. Dieses Ziel soll unterstützt werden durch die Vereinbarung von einem für alle Seiten verbindlichen Verfahren zur Information über Ausbildungsstellen, deren Vermittlung und Besetzung.

§1 Akquise von Ausbildungsplätzen

  1. Die IHK Offenbach am Main stellt im Rahmen dieser Vereinbarung die von ihr in ihrem Kammerbezirk akquirierten Ausbildungsplätze in Form einer Excel-Datenbank den Ko-operationspartnern zur Verfügung.

  2. Die Agentur für Arbeit Offenbach, die Kommserve (Kreis Offenbach) und die MainArbeit (Offenbach Stadt) übernehmen im Rahmen der Vereinbarung die Vermittlung von geeigneten Jugendlichen auf diese Ausbildungsplätze unter Beachtung der im Paragraf 2 aufgeführten Standards der Vermittlung.

  3. Freitags meldet die vom jeweiligen Vermittlungspartner benannte Person die ihnen bekannt gewordenen besetzten Ausbildungsplätze an die IHK.

  4. Montags, in 14-tägigem Abstand, erhält eine vom jeweiligen Vermittlungspartner benannte Person eine aktualisierte Ausbildungsplatzliste der IHK Offenbach am Main.

§2 Standards der Vermittlung

  1. Zu Beginn der Vermittlung in einen Ausbildungsplatz steht immer eine Standortbestimmung des Jugendlichen.

  2. Die Vereinbarkeit von Berufswunsch und Anforderungen an die Ausbildungs- und Betriebsreife werden geprüft.

  3. Es gibt geeignete Maßnahmen beim Vermittler zur Berufsorientierung und Herstellung der Ausbildungsreife.

  4. Es werden Ziele für den Vermittlungsprozess mit dem Jugendlichen vereinbart.

  5. Von der Agentur für Arbeit Offenbach, der MainArbeit und der Kommserve wird vor Vermittlung an einen Ausbildungsbetrieb bei diesem nachgefragt, ob der Ausbildungsplatz noch zur Verfügung steht. Sie melden besetzte Ausbildungsplätze an die IHK Offenbach zurück.

  6. Die notwendigen Handlungsschritte werden mit den Jugendlichen festgelegt.

  7. Es ist eine Begleitung des Jugendlichen mit dessen Einverständnis bis zur Zielerreichung vorhanden.

Aufnahmedatum: 01.07.2008 | letzte Aktualisierung: 14.02.2018

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