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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "E-MV9 - Empfehlung: Regionaler Bericht zum Übergang Schule-Beruf"


Online-Befragung der Schulabgänger/innen in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis

Im Februar 2010 wurde erstmalig in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis ein Bildschirminterview mit potenziellen Schulabgängerinnen und -abgängern aus den Klassen 9 und 10 von Haupt- und Realschulen sowie Schülerinnen und Schülern der Integrierten und Kooperativen Gesamtschulen durchgeführt, um einen Überblick über die beruflichen Perspektiven der Jugendlichen und ihre Wünsche und Vorhaben beim Übergang von der Schule in den Beruf zu erhalten.

Auftraggeber der Befragung waren die OloV-Regionen Wiesbaden und Rheingau-Taunus-Kreis. Die Durchführung der Online-Befragung fand mittels des Programms "GrafStat" statt. Sie wurde von der OloV-Ansprechperson Beruforientierung am Staatlichen Schulamt in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Wiesbaden e.V. organisiert, ebenso wie die Auswertung und die Veröffentlichung der Ergebnisse. Befragt wurden Schüler/innen aller 27 zu diesem Zeitpunkt an OloV beteiligten Schulen im Schulamtsbezirk.

Vorlage dieser Befragung war die in Köln entwickelte Schulabgängerbefragung, die dort bereits seit fünf Jahren durchgeführt wurde. Das Regionale Übergangsmanagement der Stadt Offenbach hat diese Befragung den hessischen bzw. regionalen Verhältnissen angepasst und hat sie in der Region Offenbach durchgeführt (s. Praxisbeispiel Schulabgangsbefragung des Regionalen Übergangsmanagements der Stadt Offenbach am Main).

Die Befragung in Wiesbaden und dem Rheingau-Taunus-Kreis bediente sich der Form der Offenbacher Befragung, wurde jedoch inhaltlich auf die regionalen Gegebenheiten abgestimmt.

Vorgehen und Ziele der Online-Befragung

Ziele, die mit der Online-Befragung verfolgt wurden:

  • "Die Schüler/innen werden aktiv aufgefordert einen Berufswunsch zu äußern. Die Befragung dient der Bewusstmachung der eigenen Situation und liefert dadurch einen weiteren Impuls für die Berufsorientierung."

  • "Die Schulabgängerbefragung ermöglicht Schulen, den Stand der Berufswahlvorbereitung und Berufswahlentscheidung der Jugendlichen zu erfassen. Sie kann somit als Grundlage für die Evaluation und Weiterentwicklung von Berufsorientierungskonzepten an den Schulen genutzt werden."

  • "Die anderen Akteure bei der Berufswahlentscheidung und -vermittlung (BA, IHK, HWK, KHWS) erhalten durch die Ergebnisse der Befragung Hinweise auf Ausbildungswünsche und Ausbildungsziele in der Region. Sie können somit bereits im Vorfeld in der Ausrichtung ihrer Berufsberatung und -vermittlung darauf reagieren."

Damit die Schülerinnen und Schüler noch Gelegenheit hatten, mit ihren Lehrkräften über Realisierungsmöglichkeiten oder Alternativen ihrer Vorhaben zu diskutieren, wurde diese Befragung in der Zeit nach den Halbjahreszeugnissen durchgeführt. Erfragt wurden neben den persönlichen Daten der Schüler/innen auch deren Wünsche und Vorhaben für die Zeit nach dem Schulabschluss.

Ergebnisse der Befragung

Die Online-Befragung lieferte eine Bestandsaufnahme von persönlichen und sozialstatistischen Daten und spiegelte die subjektiven Einschätzungen und Wünsche der Schulabgänger/innen wider.

Es handelte sich zwar nicht um eine sozialwissenschaftlich valide Erhebung zum tatsächlich realisierten Schulabschluss und Übergang von der Schule in den Beruf, aber es wurden Tendenzen im Beruforientierungsprozess erkennbar.

Weiterführende Informationen

Aufnahmedatum: 24.06.2010 | letzte Aktualisierung: 20.02.2018

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