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OloV Hessen Newsletter #9 | Oktober 2018

Herzlich willkommen

zur neunten Ausgabe des OloV-Newsletters.

Der Herbst ist für alle im Übergang Schule – Beruf Tätigen immer eine turbulente Zeit: Das neue Ausbildungsjahr und das neue Schuljahr starten, gleichzeitig gibt es eine Vielzahl von Fachveranstaltungen. Einige davon finden Sie in diesem Newsletter – und schauen Sie doch auch einmal in unseren Terminkalender auf der OloV-Website. Dort gibt es bestimmt noch mehr Interessantes zu entdecken!

Ein Highlight der letzten Wochen war die neue Verordnung für Berufliche Orientierung in Schulen, die das Hessische Kultusministerium im Amtsblatt vom August veröffentlicht hat. Die lange erwartete Verordnung gibt der beruflichen Orientierung einen noch höheren Stellenwert als sie ihn ohnehin schon in Hessen hatte.

Es bleibt also spannend! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen anregenden Herbst.

Ihr OloV-Team bei INBAS

Neue Verordnung für Berufliche Orientierung in Schulen in Kraft getreten

Seit dem 1. August 2018 ist die neue Verordnung für Berufliche Orientierung in Schulen (VOBO) in Kraft getreten. Hierdurch wird die Verbindlichkeit zur Umsetzung von Aktivitäten zur beruflichen Orientierung an allgemeinbildenden Schulen in Hessen gesteigert. Die Verordnung löst den BSO-Erlass vom Juni 2015 ab und gilt bis zum Jahr 2025.

Der vollständige Text ist im Hessischen Amtsblatt ABl 08/18 (S. 685ff) veröffentlicht. Lesezugriff unter: hessisches-amtsblatt.de

Gütesiegelverleihung 2017/2018

Am 05.09.2018 wurde das Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen zum achten Mal vergeben. Mit dem Siegel werden Schulen ausgezeichnet, die eine vorbildliche berufliche Orientierung nach den OloV-Qualitätsstandards umsetzen.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel und Dr. Frank Martin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Hessen, übergaben das Siegel an 27 Schulen. Hiervon wurden sechs Schulen erstmalig zertifiziert, sieben Schulen ließen sich zum ersten und 14 bereits zum zweiten Mal rezertifizieren. Eine Liste der neu „gesiegelten“ Schulen enthält die Dokumentation der Gütesiegelfeier.

Derzeit tragen insgesamt 110 hessische Schulen das Gütesiegel. Seit seiner Einführung im Schuljahr 2010/2011 wurden insgesamt 203 Schulen in Hessen mit dem Siegel ausgezeichnet. Für die musikalische Untermalung sorgten die Bands der Offenbacher Mathildenschule. Die Ausrichtung der feierlichen Verleihung lag dieses Mal in den Händen der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit. Detlef Scheele, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, lud zu einem besonderen Highlight ein: Der TouchTomorrow-Truck der Hans-Riegel-Stiftung stand zur Besichtigung für die Gäste der Siegelfeier bereit. Mit seinen Erlebnisstationen fährt der Truck seit 2018 an Schulen mit gymnasialer Oberstufe und begeistert junge Menschen für Bildungs- und Berufswege in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT).

Dokumentation unter: www.olov-hessen.de/guetesiegel/dokumentation.html

Erfolgreiche schulische Integration als gesellschaftliche Herausforderung und Chance

Unter diesem Titel hatte das Hessische Kultusministerium am 21. und 22. September 2018 in die Goethe-Universität Frankfurt am Main eingeladen. Der Kongress führte Fachleute zusammen, die an der Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund beteiligt sind. Ziel war es, sie zum Austausch anzuregen und in ihrer wichtigen Aufgabe zu bestärken sowie auf Best-practice-Beispiele hinzuweisen. Der erste Tag richtete sich insbesondere an ehrenamtlich Tätige.

Seit 2014 hat Hessen mehr als 60.000 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die als Flüchtlinge oder Zuwanderer ohne Deutschkenntnisse ins Land gekommen sind, in schulische Intensivmaßnahmen aufgenommen.

"Für uns ist es selbstverständlich, allen Kindern und Jugendlichen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, in unserem Bildungssystem die besten Startchancen gemäß ihren Begabungen zu ermöglichen und damit einen wesentlichen Beitrag zu einer gelingenden gesellschaftlichen Integration zu leisten", erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anlässlich des Kongresses.

Einen ersten Bericht zur Veranstaltung veröffentlichte das Hessische Kultusministerium unter: www.hessen.de/presse/pressemitteilung/erfolgreiche-schulische-integration-als-gesellschaftliche-herausforderung-und-chance-0

Serviceangebote der IHKs für Lehrkräfte

Das Projektbüro berufliche Orientierung in der IHK Darmstadt bietet Lehrkräften an weiterführenden Schulen Fortbildungen und Veranstaltungen zur Unterstützung der beruflichen Orientierung. Mit den Angeboten sollen Lehrkräfte praxisnah und bedarfsorientiert unterstützt und die berufliche Orientierung in allen Schulformen gefördert werden. Die Fortbildungen sind durch die Hessische Lehrkräfteakademie nach §65 Hessisches Lehrerbildungsgesetz akkreditiert.

Alle Veranstaltungen finden Sie im Terminkalender unter www.olov-hessen.de oder im Veranstaltungsprogramm des Projektbüros unter: www.bso-hessen.de

Neuerscheinung: Checklisten Schülerbetriebspraktikum

Ein praktisches Instrument zur Unterstützung von Betriebspraktika im Rahmen der schulischen Berufsorientierung hat SCHULEWIRTSCHAFT gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht. Die Broschüre "Checklisten für ein erfolgreiches Schülerbetriebspraktikum" enthält Checklisten für alle, die beim Praktikum beteiligt sind: Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte in der Schule, die Betreuungspersonen im Betrieb und die Eltern. Ziel ist die optimale Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Betriebspraktikums.

Weitere Informationen und Download unter: www.schulewirtschaft.de/www/schulewirtschaft.nsf/id/PageChecklisten-Schuelerbetriebspraktikum

20 Jahre BOP – 10 Jahre Rückblick und 10 Jahre Ausblick

Unter diesem Motto feiert das Berufsorientierungsprogramm BOP des Bundesministeriums für Bildung und Forschung am 3. und 4. Dezember 2018 in Berlin sein zehnjähriges Bestehen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek wird die Tagung eröffnen. Prominente Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Bildung und Wissenschaft geben Einblicke in die Zukunft der beruflichen Orientierung. Weiterhin wird es fachliche Impulse, Beiträge aus der Praxis und Austauschmöglichkeiten zu aktuellen Handlungsfeldern geben. Anmeldeschluss ist der 16.11.2018.

Weitere Informationen im OloV-Terminkalender unter: www.olov-hessen.de/service/termine/detailansicht/berufsorientierungsprogramm-jahrestagung-2018.html oder auf der Website des BIBB unter: www.bibb.de/bop-jahrestagung-2018

BMBF-Ratgeber zum Start in die berufliche Ausbildung

Unter dem Titel "Schule – und dann?" wendet sich eine neue Broschüre des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an Jugendliche, die am Übergang in die Ausbildung stehen. Herausgeber ist das Referat Grundsatzfragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung im BMBF.

Der Ratgeber richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, die sich für eine duale Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf oder für eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule interessieren. Neben allgemeinen Informationen zum Einstieg in die Ausbildung stehen vor allem Entwicklungsperspektiven von Ausbildungsberufen sowie die Durchlässigkeit des Ausbildungssystems im Vordergrund, z.B. Aufstiegsmöglichkeiten, Zusatzqualifikationen, Auslandsaufenthalte oder die Anrechnung von Ausbildungszeiten. In Kurzporträts werden unterschiedliche Berufe dargestellt.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Hrsg.): Schule – und dann? Ratgeber zum Start in die berufliche Ausbildung, Juli 2018 (56 Seiten), www.bmbf.de/publikationen/

Praxishilfe Gendersensible Berufsorientierung

Das Thema Gender ist aktueller denn je. In diesem Zusammenhang möchten wir auf eine Praxishilfe hinweisen, die durch die Landesnetzwerkstelle RÜMSA in Sachsen-Anhalt erstellt wurde. Umgesetzt wurde sie im Verbund mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und dem Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw).

Die Lebenssituationen von Frauen und Männern unterscheiden sich nach wie vor in Bezug auf Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten, Kinderbetreuung und Bildung. Gendersensible berufliche Bildung als Verbindung wirtschaftlicher, individueller und gesellschaftlicher Aspekte kann für Mädchen und Jungen zu einer breiteren Orientierung und zur Erweiterung beruflicher Wahlmöglichkeiten beitragen. Junge Menschen sollen ihre eigenen Stärken und Kompetenzen wahrnehmen und auf dieser Grundlage einen Beruf finden, der zu ihnen passt. Hiervon profitieren Unternehmen und Region.

Die "Praxishilfe Gendersensible Berufsorientierung" (2017) ist zum Download erreichbar unter: ruemsa.sachsen-anhalt.de/service/unterlagenarbeitsmaterialien/

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Kontakt

Monika von Brasch, Leitung der Hessenweiten OloV-Koordination, 069 27224-826, monika.vonbrasch@inbas.com

Andrea Mader, OloV-Öffentlichkeitsarbeit, 069 27224-844, andrea.mader@inbas.com

OloV-Website: www.olov-hessen.de

Bildnachweis

Titelfoto: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir bei der Verleihung des Gütesiegels Berufs- und Studienorientierung Hessen am 05.09.2018 in der Alten Schlosserei in Offenbach (Fotograf: Jochen Günther - Fotografie | Nutzungsrechte: Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit)

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