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Lehrlings-Scout 2.0 unterstützt Ausbildungssuchende im Main-Kinzig-Kreis
Für viele Jugendliche in den letzten Jahrgangsstufen ihrer Schullaufbahn stellt sich gerade die Frage: Wie geht es nach den Sommerferien weiter? Andere junge Menschen befinden sich schon in einer dualen Ausbildung, haben aber Probleme und Fragen, die sie nicht mit der Ausbilderin oder dem Ausbilder klären wollen. Und umgekehrt gibt es Ausbildungsbetriebe, die eine Vermittlung suchen, wenn es inhaltliche oder zwischenmenschliche Themen mit einem Auszubildenden gibt. Hier setzt seit einigen Jahren der „Lehrlings-Scout 2.0“ der Kreishandwerkerschaft Gelnhausen-Schlüchtern an. Das Projekt ist Teil des OloV-Netzwerks im Main-Kinzig-Kreis.
Seit diesem Jahr ist Katharina Hänsel Ansprechpartnerin für das Projekt. Gemeinsam mit Anett Kuykendall, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, hat sie nun Sozialdezernent Andreas Hofmann besucht. „Mit dem Projekt Lehrlings-Scout erreichen wir die jungen Menschen direkt. Wir treffen sie in Schulen, in den Betrieben, und wir können im direkten Gespräch, ganz niedrigschwellig, Orientierung und Rat geben“, berichtete Hänsel von ihren ersten Erfahrungen. Seit Januar betreut sie Auszubildende aus den Innungsbetrieben, hält Kontakt zu Eltern, Ausbildungspersonal, Schulleitungen und Ansprechpersonen in den Lehrlingswerkstätten. Kuykendall bekräftigt: „Der Ausbildungsmarkt verändert sich gerade rasant. Wir können mit dem Lehrlings-Scout allen Beteiligten Aufklärung und Information aus erster Hand bieten, nämlich aus unserem reichen Erfahrungsschatz der Handwerksbetriebe.“
Der Lehrlings-Scout, ein etabliertes Projekt der Kreishandwerkerschaft, wird noch bis Ende 2027 aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget (AQB) des Main-Kinzig-Kreises finanziert. Es hat zum Ziel, kleine und mittelständische Unternehmen im Bereich des Handwerks in Sachen Ausbildungsfähigkeit zu beraten und die passgenaue Besetzung offener Ausbildungsstellen zu erreichen. Dazu gehört unter anderem die Beratungsarbeit mit der Zielgruppe – Jugendlichen, die noch die Schule besuchen oder diese kürzlich abgeschlossen haben und auf Ausbildungsplatzsuche sind. Nicht selten ist auch Beratung in bestehenden Ausbildungsverhältnissen gefragt, um die Betroffenen in einer Ausbildung zu halten, und sei es durch den Wechsel eines Ausbildungsplatzes.
Der Kreis steht engagiert hinter dem Projekt. „Für uns ist es wichtig, dass junge Menschen schon früh die Bedeutung verstehen, die ihre Ausbildung für ihr Leben und ihre Selbstständigkeit hat“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann. „Das schützt sie vor der Abhängigkeit von sozialstaatlichen Programmen. Es ist also eine nachhaltige Hilfe für Auszubildende im Handwerk.“ Daher unterstütze der Kreis das Projekt seit Jahren. „Die Kreishandwerkerschaft hat ein großes und dichtes Netzwerk, mit dem sie schnell helfen kann. Sie hat das Ohr nah am Ausbildungsbetrieb und zwischen den Betrieben und dem Team rund um Katharina Hänsel gibt es ein gewachsenes Vertrauen. Das sind echte Erfolgsfaktoren für das Projekt“, so Hofmann.
Das Projekt erstreckt sich über die Altkreise Gelnhausen und Schlüchtern. Der Erfolg der Vernetzungs- und Vermittlungsarbeit liege in der starken Netzwerk-Orientierung begründet, wie Katharina Hänsel und Anett Kuykendall erklärten. Das stärke auch einen weiteren Aspekt der Scout-Arbeit: die Handwerksausbildung attraktiver zu machen.
Quelle: Pressemitteilung Main-Kinzig-Kreis vom 12.03.2026, https://www.mkk.de/aktuelles/pressemitteilungen_1/pressemitteilung_3816896.html
