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Marburg-Biedenkopf: Regionale OloV-Strategie bis 2028 unterzeichnet
Am 22.12.2022 haben die Akteurinnen und Akteure des OloV-Netzwerks im Landkreis Marburg-Biedenkopf die neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Sie bildet die Basis der regionalen Gestaltung des Übergangs Schule - Beruf bis Ende 2028, mit der Bestrebung darüber hinaus weiter zusammenzuarbeiten.
„Die qualifizierte Ausbildung junger Menschen ist ein zentrales Thema für alle Regionen. Sie trägt dazu bei, den Wirtschaftsstandort Hessen zu stärken. Deshalb ist der Übergang von der Schule in den Beruf ein wichtiges Handlungsfeld für Politik, Unternehmen und Schulen“, betonte Landrat Jens Womelsdorf anlässlich der Unterzeichnung der Regionalen Strategie. Um alle Aktivitäten sinnvoll zu bündeln, die Jugendliche auf ihrem Weg in eine Ausbildung unterstützen, hat Hessen mit der OloV-Strategie ein flächendeckendes Konzept. „Das gemeinsame Ziel aller Kooperationspartner ist es, allen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die im Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg leben, eine Berufs- und Zukunftsperspektive zu eröffnen, die es ihnen ermöglicht, sich über Ausbildung und Arbeit eigenständig ihre Existenz zu sichern“, erklärt Landrat Jens Womelsdorf.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies ergänzt: „Mit dieser Vereinbarung übernehmen wir Verantwortung: Wir gestalten die Zukunft unserer Jugendlichen aktiv mit. Nur im engen Schulterschluss können wir sicherstellen, dass jede und jeder eine echte Chance auf beruflichen Erfolg bekommt.“
Die OloV-Strategie wird von der Hessischen Landesregierung aus Mitteln der Europäischen Union, des Hessischen Wirtschaftsministeriums und des Hessischen Kultusministeriums gefördert. Die Fördermittelgeber unterstützen die hessenweite OloV-Koordination, unter anderem mit den dazugehörigen Fachtagen, Konferenzen, Fortbildungen und die hessenweiten Praktikumstage 2026. Die regionale OloV-Gruppe regelt und unterstützt die Umsetzung vor Ort und die Ansprache von Schülerinnen und Schülern, Unternehmen und Eltern. Zum Beispiel wird dafür gesorgt, dass die Jugendlichen für ihre Berufswahl sensibilisiert werden.
Das bedeutet, dass allgemeinbildende Schulen in ihrem Lehrplan konkret auf Veranstaltungen setzen, die der beruflichen Orientierung dienen. So lernen die Schülerinnen und Schüler eigenständig ihre Qualifikationen und Kompetenzen einzuschätzen und eine geeignete Ausbildung zu finden.
„Jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung und damit eine berufliche Perspektive zukommen zu lassen, ist allemal besser, als über Fachkräftemangel zu klagen“, ergänzt Gewerkschaftssekretär Dr. Ulf Immelt vom DGB Bezirk Hessen-Thüringen.
Carmen Engelbrecht, Abteilungsleitung der Jugendförderung, Qualifizierung und Beschäftigung beim Bildungsträger „Arbeit und Bildung e.V.“ erklärt: „Die OloV-Kooperationsvereinbarung bündelt Kräfte auf regionaler Ebene und sorgt dafür, dass Jugendliche besser begleitet, Betriebe gezielter unterstützt und Ausbildungsmöglichkeiten langfristig gesichert werden. Sie setzt ein starkes Signal: Jeder junge Mensch soll die Möglichkeit erhalten, erfolgreich in das Berufsleben zu starten.“
Volker Breustedt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Marburg, bekräftigt: „Berufsorientierung ist gesetzlich als Auftrag der Bundesagentur vorgegeben, den Auftrag erfüllen wir gerne im Konzert mit unseren Partnern aus OloV“.
Oskar Edelmann, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg, ergänzt: „Ein Mangel an jungen Fachkräften hemmt unsere heimische Wirtschaft, daher ist ein naht- und reibungsloser Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf zwingend geboten. Die regionale OloV-Strategie führt die Akteure vor Ort gut zusammen, daher unterstützt die IHK Kassel-Marburg aktiv diesen Prozess.“
An der Umsetzung der Strategie beteiligen sich der Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Magistrat der Universitätsstadt Marburg, das Staatliche Schulamt für den Landkreis Marburg-Biedenkopf, die Agentur für Arbeit Marburg, die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg sowie die Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill, die Kreishandwerkerschaft Marburg, die Kreishandwerkerschaft Biedenkopf, der DGB-Region Mittelhessen, die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände/ SCHULEWIRTSCHAFT, Geschäftsstelle Mittelhessen, und der freie Träger der Jugendberufshilfe. Die Moderation und Koordination erfolgt durch die regionale OloV-Koordinierungsstelle, die beim Landkreis Marburg-Biedenkopf angesiedelt ist.
Quelle: Landkreis Marburg-Biedenkopf, Pressemitteilung 372/2025 vom 22.12.2025: https://www.marburg-biedenkopf.de/Pressemitteilungen/2025/12dezember/372-2025-Sicher-von-der-Schule-in-den-Beruf.php
