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Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "MV3 - Transparenz über Angebote im Übergang Schule-Beruf"


Berufswahlfahrplan in Stadt und Landkreis Offenbach

Die regionalen Akteure in Stadt und Landkreis Offenbach haben 2009 den "Berufswahlfahrplan" als Instrument für einen koordinierten Einsatz der unterschiedlichen berufsorientierenden Maßnahmen in der Region entwickelt. So können die schulischen Angebote besser darauf abgestimmt werden. Empfohlen wird die Einbindung des Berufswahlfahrplans in ein fächerübergreifendes Schulcurriculum.

Der Berufswahlfahrplan ist eine fachliche Anregung für die Schnittstelle Schule-Beruf bzw. Ausbildung. Mit dieser Anregung sollen zwei Ziele erreicht werden:

  • Erstens sollen die berufsorientierenden Maßnahmen der unterschiedlichen Institutionen so aufeinander abgestimmt werden, dass junge Menschen im Berufswahlprozess optimal begleitet werden.

  • Zweitens sollen Schulen bei der Organisation und Integration von berufsorientierenden Maßnahmen in ihre jeweiligen Schulprogramme unterstützt werden.

Der Berufswahlfahrplan ist ein Leitfaden für die Berufsorientierung in den letzten drei Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I und dient jeder Schule als Hilfestellung zur Umsetzung der Berufsorientierung vor Ort. Der Berufswahlfahrplan ist auf die jeweilige Schulform und spezifischen Gegebenheiten jeder Schule anzupassen. Empfohlen wird eine verbindliche Einbindung in ein fächerübergreifendes Schulcurriculum.

Als übersichtliche Sammlung aller Akteure und Maßnahmen der Region Stadt und Kreis Offenbach ermöglicht dieser Fahrplan den Lehrkräften, das Angebotsspektrum zu überblicken. Es gilt, den Partner und das sinnvollste Angebot zur richtigen Zeit passend einzubinden. So erhalten Schülerinnen und Schüler frühzeitig Kenntnisse über ihre Fähigkeiten und Neigungen, über die Vielfalt der regionalen beruflichen Einstiegsmöglichkeiten und den richtigen Zeitpunkt für die Bewerbung. Schließlich profitieren Betriebe und Anbieter von Berufsorientierungsmaßnahmen, da bereits bestehende Angebote im Berufswahlfahrplan enthalten sind und Bedarfslücken gedeckt werden können.

Der Berufswahlfahrplan

  • stellt die jungen Menschen in den Mittelpunkt des Berufswahlprozesses.
  • bezieht die Eltern / Erziehungsberechtigten als wichtige Partner mit ein.  unterstützt die Arbeit mit den Jugendlichen und bietet Hilfen an.
  • ist eine fachliche Anregung für die Schnittstelle Schule–Beruf.
  • orientiert sich am Berufswahlprozess der Jugendlichen und untergliedert diesen in sechs verschiedene Phasen.
  • ist in 20 Ziele unterteilt, die die praktische Arbeit und die Zielerreichung strukturieren.
  • vernetzt die am Berufsorientierungsprozess Beteiligten, schafft einen Angebotsüberblick und bietet Orientierung.
  • benennt die am Berufsorientierungsprozess Beteiligten und beschreibt ihre jeweiligen Rollen.
  • kennzeichnet die Personen, die die Initiative bei der Umsetzung des jeweiligen Ziels ergreifen sollen und für die Zielerreichung verantwortlich sind.
  • zeigt auf, an welchen Stellen Abstimmungsbedarf besteht.
  • ist lehrplankonform.

Folgende Akteure unterstützen die Entwicklung und Einführung des Berufswahlfahrplans in Stadt und Kreis Offenbach aktiv:

  • Agentur für Arbeit Offenbach

  • CGIL-Bildungswerk

  • Handwerkskammer Rhein-Main

  • Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main

  • Kreis Offenbach BerufsWegeBegleitung

  • Kreishandwerkerschaft in Stadt und Kreis Offenbach

  • MainArbeit GmbH Offenbach

  • ProArbeit Kreis Offenbach AöR

  • Stadt Offenbach am Main

  • Staatliches Schulamt für den Landkreis Offenbach und die Stadt Offenbach am Main


Der Berufswahlfahrplan basiert auf regionalen Zielvereinbarungen zur Umsetzung der OloV-Strategie.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Aufnahmedatum: 27.10.2009 | letzte Aktualisierung: 21.02.2018

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