Zum Inhalt springen Menü Menü

Sie sind hier:

Praxisbeispiel zum Qualitätsstandard "BO9 - Beteiligung der Erziehungsberechtigten am Berufsorientierungs-Prozess"


Fortbildungsreihe "Berufsbezogene Elternarbeit" in Marburg-Biedenkopf

Die Fortbildungsreihe "Berufsbezogene Elternarbeit" wurde inhaltlich konzipiert, organisiert und dokumentiert durch das Regionale Übergangsmanagement Marburg-Biedenkopf (RÜM), einem Projekt des Aufgabenverbundes Jugendberufshilfe des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Universitätsstadt Marburg zur Strukturentwicklung am Übergang Schule-Beruf für die Zielgruppe der sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen. RÜM wurde von Mai 2008 bis September 2012 im Rahmen des Programms "Perspektive Berufsabschluss" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.

Die Veranstaltung selbst wurde im Rahmen der OloV-Strategie gefördert. Die regionale Umsetzung der OloV-Qualitätsstandards bezieht vorhandene Ansätze und Kooperationsstrukturen ein.

Der folgende Text ist dem Flyer zur Fortbildungsreihe entnommen:

Warum berufsbezogene Elternarbeit?

Eltern haben maßgeblichen Einfluss auf die Berufswahl und Berufsfindung ihrer Kinder. Oft sind sie sich ihrer Rolle als Helfer, Berater und Begleiter aber viel zu wenig bewusst. Um das Unterstützungspotential des Elternhauses besser nutzen zu können, ist es notwendig, Eltern am Übergang ihrer Kinder von der Schule in den Beruf zu aktivieren, sie in ihrer beratenden Rolle zu unterstützen und in ihrer Begleitfunktion zu stärken.

Fortbildungsziele

Die Fortbildungsreihe für Lehrkräfte und Sozialarbeiter/innen an Haupt- und Realschulen zielt darauf ab, Grundlagen einer gelingenden (interkulturellen) Elternarbeit zu vermitteln, verschiedene Praxisansätze aufzuzeigen und anschließend gemeinsam Angebote und Projekte zu entwickeln, in denen Eltern verantwortlich in die Berufsorientierung mit einbezogen werden. Im Rahmen einer halbjährigen Umsetzungsphase an den Schulen sollen diese Ansätze in der Praxis erprobt und weiterentwickelt werden. Abschließend wird es eine gemeinsame Auswertung der Ergebnisse geben. Mithilfe einer Abschlussdokumentation sollen die Erfahrungen der teilnehmenden Schulen dargestellt und der interessierten Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Ergebnisse

Ein Jahr nach der Fortbildung wurden die Lehrkräfte im Rahmen einer Fachtagung zur berufsbezogenen Elternarbeit erneut zu ihren Erfahrungen und Projektergebnissen befragt. Alle an der Fortbildung beteiligten Lehrkräfte haben eine Verbesserung in ihrer Elternarbeit und eine Zunahme der Elternbeteiligung bis z.T. 90% festgestellt. Besonders die modulare Form der Fortbildungsreihe trug zu nachhaltigen Veränderungsprozessen bei. Langfristig hat sich gezeigt, dass einige der Projekte an ihren Schulen ins Schulkonzept aufgenommen worden sind. Als besonders wertvoll beurteilten die Lehrkräfte, die gemeinsame Erarbeitung von Projekten und die Erstellung von konkreten Umsetzungsschritten. Erfahrungen haben gezeigt, dass dies auch Kolleginnen und Kollegen motiviert, Projekte zu übernehmen und auszuprobieren. Insgesamt kann festgehalten werden, dass die Lehrkräfte sich weiterhin in der berufsbezogenen Elternarbeit engagieren möchten und sich durch den Erfolg bestätigt dahingehend auch bestätigt fühlen.

Weiterführende Informationen und Kontakt

Download des Flyers zur Fortbildungsreihe "Berufsbezogene Elternarbeit", Marburg 2009 (PDF 605KB)

Aufnahmedatum: 08.10.2009 | letzte Aktualisierung: 16.02.2018

Zurück zum Seitenanfang